Weit weg?

Wenn man so die Zeitung liest, dann sieht man Artikel von Kriegen, Katastrophen, Unglücken. Mehr oder weniger nimmt man Anteil daran, aber so wirklich lässt man die Dinge nicht an sich ran kommen. Denn sonst wäre man den ganzen Tag nur noch traurig, erschüttert, betroffen.

Und plötzlich ist man mittendrin.

Meine große Tochter hat vor zwei Jahren geheiratet. Einen amerikanischen Soldaten. Schon damals dachte ich mir: „Na hoffentlich hat der einen sicheren Job“. Er war zu der Zeit im Rekrutierungsbüro beschäftigt. Klingt also schon sicher. Kurz nach der Hochzeit wurde er zurück in die Staaten beordert. Meine Tochter und ihr Sohn zogen nach und lebten einige Zeit in Cleveland, Ohio. Dann die Versetzung nach Fort Hood, Texas.

Jetzt hat er seinen Marschbefehl in den Irak bekommen. Ein Jahr lang wird er dort bleiben. Und plötzlich bist du von den Schlagzeilen selbst betroffen. Denkst nach, wenn du Nachrichten siehst. Überliest den Artikel in der Zeitung nicht mehr. Weil man nicht mehr weit weg ist, sondern ein Familienmitglied plötzlich mittendrin ist. In den Bombenexplosionen, in den Feuergefechten, in den Anschlägen.

Ich wünsche meinem Schwiegersohn Jeremy alles Gute. Möge er Gesund an Leib, Herz und Seele wieder zurück kommen.

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