Die Bank gewinnt immer!

Hier noch ein älterer Beitrag (also, der mir vor ein paar Tagen eingefallen ist).

Wie funktioniert das mit den Banken (aus meiner Sicht).

Man bekommt aus Amiland ein „Wertpapier“, das supersupersupertolle Renditen verspricht. Hat die Ratingagentur gesagt. Also, eine Ratingagentur, die von der Bank bezahlt wurde, die auch das „Wertpapier“ anbietet. Aber die ist ja auf jeden Fall vertrauenswürdig. Sicherlich. Nun ja, das diese Ratingagentur nicht ganz genau nachgerechnet hat, und die Risiken vielleicht etwas blauäugig beurteilt hat, das kann man ja vorher nicht wissen. Auf wen soll man sich verlassen, wenn man sich nicht auf Banken und Ratingagenturen verlassen kann?

Also, man will als Banker auch am großen Rad drehen und irre Gewinne machen. Damit man am Jahresende einen schönen Erfolgsbonus einstreichen kann. Geld motiviert ja (nicht. Das ist nachgewiesen). Also, Geld, das da so rumliegt (wem gehört das? Niemanden? Ist Buchgeld? Weg damit) wird in „Wertpapiere“ angelegt. Banker bekommen Boni, alle sind glücklich.

Plötzlich platzt eine Blase. Eine Kettenreaktion beginnt. Banken stürzen, „Finanzsysteme“ eskalieren, das Wort „Systemrelevant“ wird erfunden. Eine Bank ist dann systemrelevant, wenn sie andere Banken durch ihren Kollaps vernichten könnte. Das System ist das Bankensystem, jede Bank ist für das Bankensystem systemrelevant. Also müssen alle Banken gerettet werden.

Wird eine Bank fast verstaatlicht, dann werden die Gehälter der Vorstände gedeckelt. Auf eine halbe Million Euro. Pro Person, pro Jahr. Also etwa das 10fache meines Gehaltes. Nicht gedeckelt werden die Einkommen der Mitarbeiter. Die können durchaus mehr verdienen. Durch Erfolgsboni.

So, die Banken sind mit Steuergeldern gerettet. Der Dreck wird in BadBanks ausgelagert (für die der Steuerzahler noch
Jahrzehnte blecht). Und jetzt müssen die Rettungsmilliarden zurück gezahlt werden.

Wie könnte man das machen?

Als normaler Banker: Wie wild hochriskant spekulieren und versuchen, durch hohe Gewinne die Kohle wieder einzufahren (und ein paar zusätzliche Boni abzugreifen). Man kann es aber auch ganz konventionell machen: Den Kunden ausnehmen.

Wie nimmt man einen Bankkunden aus? Ganz einfach. Man leiht sich für 0,5% Zinsen Geld von den Zentralbanken. Die verleiht man als Dispo-Kredit mit 19% Zinsen. Kommt ein wenig was rüber. Gleichzeitig zahlt man für Sparguthaben etwa 0,05% Zinsen (Tagesgeld), auf Girokonten und Kredikarten garnix. Da kommt dann über die Gebühren zusätzlich was rein. Wie man das als guter Kaufmann und Banker eben so macht. Man zahlt also die Steuergelder der Bankenrettung mit dem Geld der Kunden zurück.

Haben sie jetzt irgendwo gelesen, dass die Superzocker irgendwas von ihrem Geld abgeben mussten? Nein? Na sowas.

tl;dr

Banker zocken, bekommen Boni.

Banker verlieren, werden gerettet.

Banker arbeiten, zocken Kunden ab, bekommen Boni.

Banker zocken wieder, bekommen Boni.

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